Kanzleiumsätze

Umwälzungen

Eine Gruppe von neun Sibeth-Anwälten hat sich selbstständig gemacht. Die neue Sozietät tritt unter dem Namen Satell auf. Zu den Gründungspartnern gehören auch die bisherigen Sibeth-Equity-Partner Dr. Wolfgang Hermann (37) und Ralf Dörner (46). Sie führten die Praxisgruppe Immobilienrecht, den umsatzstärksten Bereich der Sozietät.

Englisch im Prozess

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) glaubt nicht, dass deutsches Prozessrecht auf absehbare Zeit für international tätige Unternehmen attraktiver wird. Englisch in der Gerichtsverhandlung sei nur ein Anfang. Sie fordert grundsätzliche Veränderungen.

Im Aufwind

Mit Bird & Bird und Heisse Kursawe Eversheds sind im vergangenen Geschäftsjahr zwei mittelgroße Kanzleien hierzulande gut durch die Finanzkrise gekommen und verbuchten beide ein Umsatzplus.

Freshfields

Die deutsche Praxis von Freshfields Bruckhaus Deringer erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Nach JUVE-Informationen fiel der Umsatz unter 335 Millionen Euro. Die Praxis büßte damit hierzulande offenbar mehr ein als Clifford Chance und Linklaters.

Nach der Restrukturierung

Clifford Chance hat im Geschäftsjahr 2009/10 in Deutschland rund acht Prozent weniger erwirtschaftet als im Vorjahr. Der Umsatz sank auf 179,5 Millionen Euro. Weil die britische Kanzlei gleichzeitig ihre Partnerriege verkleinert hat, gelang es ihr, die Partnerumsätze zu steigern.

Lovells

Ihr letztes Geschäftsjahr vor der Fusion mit Hogan & Hartson haben die deutschen Lovells-Partner mit einem Umsatzminus von zwei Prozent beendet. Insgesamt erwirtschafteten die vier deutschen Büros der britischen Sozietät 134,2 Millionen Euro.

Geschäftsjahr 2009

Die vor allem in der immobilienrechtliche Beratung anerkannte Kanzlei Kapellmann & Partner hat ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 um 6,6 Prozent auf 27,6 Millionen Euro gesteigert.

Geschäftszahlen

Die deutsche Salans-Praxis hat im vergangenen Geschäftsjahr ihre Einnahmen auf rund 20 Millionen Euro gesteigert. Das entspricht einem Zuwachs von 8,1 Prozent. Vor allem der Ausbau des jungen Frankfurter Büros war der Grund für den Umsatzanstieg. Gleichzeitig drückte der Ausbau allerdings den Umsatz pro Berufsträger (UBT) um 7 Prozent auf 344.500 Euro.

Umsatzzahlen

Nach einem herausragenden Jahr 2008 haben die deutschen Büros von Shearman & Sterling im Krisenjahr 2009 einen starken Umsatzrückgang von fast 30 Prozent verbucht. Die inzwischen nur noch 76 Berufsträger starke Kanzlei erwirtschaftete einen Umsatz von 77 Millionen Euro. Der Umsatz pro Berufsträger liegt damit aber weiterhin bei über einer Million Euro.

Geschäftszahlen

Umsatz runter, Gewinn rauf - das ist die Kernbotschaft des Geschäftsergebnisses der US-Kanzlei Mayer Brown im Kalenderjahr 2009. Die deutschen Büros von Mayer Brown erwirtschafteten nur noch 41,2 Millionen Euro, was einem Minus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Umsätze

Die deutschen Ableger der US-Sozietäten White & Case und Dewey & LeBoeuf sind glimpflich durch das Krisenjahr 2009 gekommen. Dewey fuhr den höchsten Umsatz seit Eröffnung ihre Frankfurter Büros vor acht Jahren ein, White & Case rutschte insgesamt nur leicht ab.