Inhouse

Mandatierungsstrategien

Männliche General Counsel legen bei ihrer Mandatierungsentscheidung andere Schwerpunkte als weibliche. Männer mandatieren eine Kanzlei häufiger, wenn sie ihr vertrauen, Frauen erwarten hingegen Verständnis für ihr Geschäft und ihre Arbeitsweise.

Kommentar

Die Einheit der Anwaltschaft ist eine Illusion. Die Diskussionen nach den Rentenurteilen des BSG haben den Graben, der sich durch die BRAK zieht, für jedermann sichtbar gemacht: München, Brandenburg, die Frankfurter Kammerversammlung und der Vorstand der Kölner Kammer haben sich für eine berufsrechtliche Lösung zugunsten der Syndizi ausgesprochen. Rechnet man die Syndikusanwälte und ihre Unterstützer in anderen Kammern hinzu, dürfte eine Mehrheit locker zusammenkommen.

Kanzlei-Panels

Disziplinieren und Kosten senken – dazu sollen Kanzlei-Panels dienen. Knapp zwei Drittel aller Unternehmen haben Panels aufgestellt, doch nicht jeder nutzt sie konsequent. Das ergab die JUVE-Inhouse-Umfrage 2014/15, an der sich erneut gut 400 Unternehmensjuristen in Leitungsfunktionen beteiligten.

Syndikus-Status

Der Bundesverband der Unternehmensjuristen (BUJ) hat eine Briefkampagne gestartet, in der die Syndizi ihre Anwälte in der Diskussion um die Neuregelung des Rechts der Syndikusanwälte um Solidarität bitten. Hintergrund ist die Diskussion um ein von Bundesjustizminister Heiko Mass vorgelegtes Eckpunktepapier in der Sache. Zahlreiche Top-Lanzleien beteiligten sich an der Kampagne, der Druck auf die Bundesrechtsanwaltskammer, die einen anderen Lösungsansatz vorgeschlagen hatte, wächst.

Umfrage

Für viele Rechtsabteilungen ist das Insourcing von Aufgaben noch immer der Königsweg zur Kostensenkung. Im Visier haben die meisten dabei aber gar nicht die Beratungsfelder, für die die Kanzleien die wirklich satten Honorare verlangen, sondern das tägliche Einerlei. Dies ergab die diesjährige JUVE-Inhouse-Umfrage.

Energieversorger

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat seit Jahresanfang einen neuen General Counsel. Dr. Bernd-Michael Zinow (51) leitet die Funktionaleinheit Recht, Revision, Compliance und Regulierung in Karlsruhe. Der Zuschnitt dieses Bereichs ist neu. Im Zuge der grundsätzlichen Neustrukturierung, die der Konzern bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, wurden die vier vorher getrennten Bereiche zusammengefasst.

Compliance

Michael Vorhold ist seit Januar neuer Director Group Compliance bei der nordrhein-westfälischen Dorma Group. Der 39-Jährige war zuvor Compliance Officer bei Vaillant.

Personalrochade

Die Spitze der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt sich neu auf. Zum Mai wird Elisabeth Roegele Exekutivdirektorin für Wertpapieraufsicht. Die 47-Jährige gibt dafür ihr Amt als Präsidentin des Bundesverbands der Unternehmensjuristen (BUJ) und den Posten der Chefjuristin bei der DekaBank auf. Ab März rückt Felix Hufeld (53) in die Position des BaFin-Präsidenten auf. Bislang verantwortet er die Leitung der Versicherungsaufsicht.

Aufstieg

Klöckner & Co. hat seit Februar einen neuen Rechtschef: Jan Liersch (41) führt das Ressort, in dem neben Recht auch Compliance- und Personalthemen angesiedelt sind. Die Abteilung zählt insgesamt zehn Mitarbeiter, davon drei Juristen. Liersch war zuletzt Stellvertreter des langjährigen General Counsels Helmut Geisen (65), der jetzt in Ruhestand ging.

Inhouse-Umfrage

Die Gehälter der Unternehmensjuristen stagnieren oder sinken sogar leicht. Dies ergab die jüngste JUVE-Inhouse-Umfrage. Demnach kommen die Leiter der Rechtsteams auf ein Grundgehalt von knapp 150.000 Euro, aufgebessert durch einen durchschnittlichen Bonus von gut 70.000 Euro.

Inhouse-Trends

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmensjuristen beauftragt häufiger als früher kleinere Kanzleien oder Boutiquen anstelle der großen Full-Service-Sozietäten. Das ergab die JUVE-Inhouse-Umfrage 2014, an der sich erneut mehr als 400 Unternehmensjuristen mit Leitungsfunktion beteiligten.