Insolvenzen

Nordrhein-Westfalen

Die Krefelder Kanzlei Stock Tömp Rechtsanwälte und der Kölner Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering schließen sich zum Juli zusammen.Die neue Einheit mit dem Namen Niering Stock Tömp Insolvenzverwaltungen zählt dann acht Anwälte, darunter die drei Namenspartner, sowie sechs Diplom-Wirtschaftsjuristen. Die engen Verbindungen, die Niering zur Kölner Kanzlei Hecker Werner Himmelreich unterhält, bleiben mit dem Zusammenschluss bestehen. Als äußeres Zeichen der fortgesetzten Kooperation beziehen die Insolvenzverwalter neue Räume im gleichen Gebäude wie die Hecker-Anwälte, die vor kurzem in Köln umgezogen sind.

Bremen

Zwei Partner der traditionsreichen Bremer Kanzlei Ganten Hünecke Bieniek & Partner verlassen die Sozietät zum Juli und machen sich unter dem Namen Kiene & Linnertz in der Hansestadt selbstständig. Die beiden Gesellschaftsrechtler Dr. Monique Linnertz (39) und Gerd Kiene (64), der auch zum Insolvenzrecht und privaten Baurecht berät sowie gleichzeitig Notar ist, konzentrieren sich auf die Beratung mittelständischer Unternehmen.Die beiden Anwälte waren erst vor rund vier Jahren zu der auf Bau- und Immobilienrecht spezialisierten Kanzlei gestoßen. Ganten ist zudem für die Bereiche Projektbegleitung sowie Akquisitionsfinanzierung bekannt. "Die erhofften Synergien haben sich nicht ergeben", sagte Kiene, der damals mit Linnertz von Lüthke Kleinschmidt & Partner gekommen war. "Uns ist angekündigt worden, man wolle gemeinsam ein großes Franchising-Mandat bearbeiten. Dazu ist es aber nie gekommen", sagte Linnertz, die auch zu Vertriebssystemen berät.

  Juve Plus Machtkampf um Monier

Beim finanziell angeschlagenen Dachziegelhersteller Monier aus Oberursel kündigt sich ein Eigentümerwechsel an. Im Rahmen einer finanziellen Restrukturierung wollen die vorrangigen Gläubiger unter Führung der Distressed-Investoren Apollo Management, Tower Brook Capital und York Capital das Ruder übernehmen. Die frühere Lafarge-Tochter Monier gehört seit April 2007 dem französischen Private-Equity-Haus PAI Partners. Laut Presseberichten leidet der Baustoffproduzent unter einer Verschuldung von 2,1 Milliarden Euro.PAI übernahm Monier für 2,4 Milliarden Euro und hatte dem Unternehmen diese Verschuldung aufgebürdet. Das Private-Equity-Haus hatte anfänglich rund 200 Millionen Eigenkapital in Monier gesteckt und im Anschluss nachrangige Verbindlichkeiten von 25 Millionen Euro aufgekauft. Jedoch kam es aufgrund der Wirtschaftskrise zu einem deutlichen Umsatzrückgang bei Monier. Zudem werden Ende diesen Monats zahlreiche Kreditbedingungen gebrochen. So zeichnet sich ab, dass Monier fällige Zinsen nicht wird zahlen können, was die Unternehmensführung jedoch entschieden zurückweist.

Frankfurt

Die Insolvenzkanzlei Thierhoff Illy & Partner hat sich in Frankfurt mit einem Quereinsteiger auf Partnerebene verstärkt. Im Mai kam mit Gerret Höher (36) ein langjähriger Partner von Bernsau & Lautenbach. Höher ist sowohl in der Sanierungsberatung als auch in der Insolvenzverwaltung tätig. Er zählt allerdings bislang nicht zu den prominenten Verwaltern im Rhein-Main-Gebiet. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Zwangsverwaltung und die Testamentsvollstreckung.

  Juve Plus Insolvent

Der bekannte schwäbische Textilfaserhersteller Trevira und die gleichnamige Holdinggesellschaft haben am Dienstag Insolvenz angemeldet, nachdem sie die Löhne und Gehälter für den Monat Mai nicht zahlen konnten. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Augsburg Werner Schneider von Schneider Geiwitz & Partner.Schneider ist bundesweit bekannt als Verwalter der Walter-Bau AG, die Anfang 2005 ebenfalls in Augsburg Insolvenz anmelden musste. Mit diesem Mammutverfahren ist Schneider weiterhin beschäftigt: Die gesamte Forderungssumme beträgt dort nach jüngsten Angaben rund 3,8 Milliarden Euro, fast 10.000 Mitarbeiter waren betroffen.

  Juve Plus Opel

Die Opel-Übernahme konkretisiert sich. Nachdem der Autozuliefer Magna sich Ende vergangener Woche mit der Bundesregierung grundsätzlich einigte, übernimmt eine Treuhandgesellschaft vorübergehend die operative Leitung des angeschlagenen europäischen Geschäfts des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM). Alfred Hagebusch, Partner der Insolvenzkanzlei Wellensiek, soll Geschäftsführer werden.

  Juve Plus Drittgrößte Automotive-Insolvenz

Tobias Hoefer (42) von der Mannheimer Kanzlei Hack Hoefer ist vorläufiger Insolvenzverwalter des Automobilzulieferers Aksys mit Hauptsitz in Worms.Das Amtsgericht Worms bestellte Hoefer, nachdem das Unternehmen am Dienstag einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Hoefer zählt zu den jüngeren Vertretern der starken Mannheimer Verwalterszene und hat in den vergangenen Jahren stetig an Ansehen gewonnen. Er betreut viele der größeren Insolvenzen in der Rhein-Neckar-Region und darüber hinaus. Aus dem Automobilbereich sticht die Sanierung des Felgenherstellers ATS hervor, der Mitte 2007 zahlungsunfähig war und Anfang 2008 von Uniwheels übernommen wurde. Zuletzt bestellte das Amtsgericht Aschaffenburg Hoefer als Verwalter für den IT-Logistik-Dienstleister ComBase mit rund 850 Mitarbeitern.

  Juve Plus

Der angeschlagene Schweizer Biodieselhersteller Biopetrol Industries hat eine finanzielle Restrukturierung durchgeführt. Eine Wandelanleihe des Unternehmens über 75 Millionen Euro, in den Niederlanden unter deutschem Recht von der holländischen Tochter Biopetrol Finance begeben, wurde von den Mehrheitsaktionären der Muttergesellschaft zurückerworben. Zuvor war das ursprüngliche Ziel der Gesellschaft, die bisherigen Anleihegläubiger direkt dazu zu bewegen, dass sie die Anleihe vorzeitig in Aktienkapital umwandeln, trotz intensiver Verhandlungen nicht erreicht worden. Die Anleihengläubiger waren insbesondere Londoner Hedgefonds.

  Juve Plus Endspurt um Opel

Der angeschlagene deutsche Autobauer Opel wird wieder weitgehend eigenständig. Der insolvenzbedrohte US-Mutterkonzern General Motors hat den Weg für eine Abspaltung seines europäischen Geschäfts GM Europe frei gemacht. Die europäischen Werke, Patente und der Zugriff auf Technologien seien schuldenfrei auf die Adam Opel GmbH übertragen worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Wie die Zukunft von Opel ohne GM aussehen könnte, will die Bundesregierung nun aushandeln. Dafür traf sie sich gestern Abend in Berlin mit Vertretern potenzieller Opel-Investoren und GM. Ziel der Regierung ist es, sich auf einen bevorzugten Bieter für die Rüsselsheimer festzulegen.

Berlin

Mit einem fünfköpfigen Team hat Graf von Westphalen in Berlin eine Insolvenzabteilung aufgebaut. Im April kam der Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Carsten Liersch als neuer Partner am Standort hinzu. Der 43-Jährige war bislang in eigener Kanzlei in der Bundeshauptstadt tätig.Aus seiner Sozietät bringt Liersch die vier Associates Ansgar Hain (39), Gaby Schuster (38), Bassem Al Abed (29) und Kathrin Hackenberg (37) in die neu geschaffene Insolvenzabteilung im Berliner Graf von Westphalen-Büro mit. Schwerpunkte der Praxis liegen bei Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren, kurzfristig sollen in Zusammenarbeit mit anderen Standorten der Kanzlei und der kanzleinahen Insolvenz- und Sanierungsberatungsgesellschaft aber auch größere Unternehmen beraten werden.

München

Seit Mai ist die Insolvenzkanzlei Hermann auch mit einem Büro in München präsent. Clemens Jobe (42), vormals Partner und Standortleiter bei Grub Brugger & Partner, schloss sich der Kanzlei um den markbekannten Insolvenzverwalter Ottmar Hermann an. Gemeinsam firmieren sie seither in München unter dem Namen Hermann RWS Hermann Jobe & Partner.Jobe war seit 2006 Partner bei Grub Brugger, zuvor hatte er mehrere Jahre im damaligen Münchner Büro von Graf von Westphalen Bappert & Modest sowie bei Beiten Burkhardt Mittl & Wegener gearbeitet. Zusammen mit dem Equity-Partner Jobe wechseln auch die Associates Dr. Cyril Rosenschon (39) und Florian Schiermeyer (31). Beide werden Salary-Partner bei Hermann Jobe & Partner.