Insolvenzen

  Juve Plus Juraxx-Insolvenz

Das Dortmunder Landgericht muss noch einmal über die strafrechtliche Beurteilung der Insolvenz der Kanzleikette juraXX entscheiden. Der Bundesgerichtshof hat die Freisprüche für den Kanzleigründer Eugen Boss und den ehemaligen Finanzvorstand aufgehoben und zur Neuverhandlung nach Dortmund zurückverwiesen.

Handelskonzern

Die Bochumer Handelsgruppe Wollschläger hat Insolvenz angemeldet. Das Familienunternehmen mit rund 580 Beschäftigten stellte den Antrag am Montag beim Amtsgericht Bochum. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Dirk Andres von AndresPartner bestellt.

Kresta-Insolvenz

Das Landesgericht Klagenfurt hat Ende Juli über den Kärntner Anlagenbauer Kresta ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet. Aus der Insolvenz könnte sich ein Schiedsverfahren zwischen zwei österreichischen Firmen ergeben, denn ein Grund für die Schieflage scheinen zwei Aufträge des Technologiekonzerns Andritz zu sein. Insolvenzverwalter in diesem Großverfahren ist der Klagenfurter Anwalt Dr. Gerhard Brandl.

Restrukturierungsberatung

Mit Sanierungs- und Restrukturierungsberatung lässt sich immer noch gutes Geld verdienen. Obwohl die Insolvenzexperten und Sanierungsberater wegen ausbleibender Krisenmandate unter einem gewaltigen Druck stehen, konnten sie zuletzt noch Stundensätze weit über dem Durchschnitt erzielen und kamen damit zumindest in Reichweite der Top-Abrechner aus Banking/Finance, Compliance oder Private Equity.

Nach Tod des Firmengründers

Die Unister Holding hat Insolvenz angemeldet. Der Betreiber von fluege.de und ab-in-den-urlaub.de war jüngst von dem Flugzeugabsturz seiner Gründerfigur Thomas Wagner und seines Gesellschafters Oliver Schilling erschüttert worden. Von der Insolvenz des Leipziger Unternehmens sind nun rund 1.100 Mitarbeiter indirekt betroffen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Prof. Dr. Lucas Flöther aus der Kanzlei Flöther & Wissing bestellt.

  Juve Plus Tschechische Ölvorräte

Das Tanklager der Viktoria-Gruppe in Krailing bei München ist verkauft. Doch wem das Öl darin gehört, ist noch nicht geklärt. Insolvenzverwalter Mirko Möhlen von Pluta gab das Lager an eine neu gegründete Gesellschaft namens Krailing Oils Development ab. Die Gemeinde Krailling, die sich auch unter den Bietern befand, ging leer aus.

Zahlungsunfähig

Der Holding des Agrarkonzerns KTG Agrar steht ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bevor. Das Amtsgericht Hamburg hat Stefan Denkhaus von BRL Boege Rohde Luebbehuesen zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Unterstützt wird er dabei von Dr. Dietmar Penzlin von Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin. Betroffen sind von der Zahlungsunfähigkeit auch zahlreiche Gläubiger einer Mittelstandsanleihe über 250 Millionen Euro.

  Juve Plus 700 Millionen

Die Beratungsgesellschaft KPMG sieht sich im Zusammenhang mit der Pleite der P+S-Werften mit Forderungen in Höhe von insgesamt fast 700 Millionen Millionen Euro konfrontiert. Wie jetzt bekannt wurde, fordert der Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann wegen vermeintlich fehlerhafter Sanierungsgutachten eine halbe Milliarde Euro von KPMG. Außerdem verlangt der frühere P+S-Gesellschafter, die Hegemann-Gruppe, in diesem Zusammenhang rund 160 Millionen Euro Schadenersatz von KPMG.

  Juve Plus Nächster Anlauf

Neustart in Lübeck: Ab Juli betreibt die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG des Lübecker Unternehmers Prof. Dr. Winfried Stöcker den Traditionsflughafen der Hansestadt. Der Inhaber der örtlichen Medizintechnikfirma Euroimmun kaufte den Flughafen vom Insolvenzverwalter der Betreibergesellschaft PuRen Germany, Prof. Dr. Klaus Pannen.

Ruhrgebiet

BRL Boege Rohde Luebbehuesen hat zum Juni Büros in Bochum und Dortmund eröffnet und dafür Dorothee Madsen von Kebekus et Zimmermann als Equity-Partnerin gewonnen. Madsen ist Insolvenzverwalterin, die in Bochum und Dortmund von den Insolvenzgerichten bestellt wird, berät aber auch bei Unternehmenssanierungen.

Kemmerich-Insolvenz

Der Autozulieferer Kemmerich hat Anfang Juni Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Siegen bestellte White & Case-Partner Dr. Jan-Philipp Hoos zum vorläufigen Insolvenzverwalter für drei Gesellschaften der Kemmerich-Gruppe. Rund 1.000 Mitarbeiter an fünf Standorten weltweit sind von der Insolvenz des Metallverarbeiters betroffen, in Deutschland rund 730.