Insolvenzen

  Juve Plus Teilverkauf der Sietas Werften

Zwei bedeutende Teile der insolventen Sietas-Werften sind übertragen worden. Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann verkaufte die Neuenfelder Maschinenfabrik an die norwegische TTS Group und die Schwesterfirma Norderwerft an die Bremer Lürssen-Gruppe.

  Juve Plus Schlecker-Insolvenz

Nachdem die Oberstaatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen gegen die Familie Schlecker aufgenommen hat, wappnet sich diese mit Strafverteidigern. Die Behörde hat dabei Anton Schlecker, seine Frau Christa und die Kinder Lars und Meike im Visier. Zudem richten sich die Ermittlungen gegen den Ex-Finanzchef Sami Sagur und den ehemaligen Ihr Platz-Chef Manfred Plümer sowie weitere ehemalige Manager.

  Juve Plus Neckermann-Insolvenz

Das Pforzheimer Versandhändler K-Mail Order, bekannt unter dem Namen Klingel, hat von der insolventen Neckermann-Gruppe die Übergrößentochter Happy Size-Company Versandhandels GmbH übernommen. Happy Size hatte Anfang September in Folge der Neckermann-Insolvenz im Juli Insolvenz angemeldet. Als Insolvenzverwalter war Niklas Lütcke von CMS Hasche Sigle bestellt worden.

  Juve Plus Solarkraftwerk Arenales

Der deutsche Energiekonzern Steag erwirbt 26 Prozent der Anteile am andalusischen Solarkraftwerk Arenales aus der Insolvenzmasse von Solar Millennium. Dafür zahlt sie nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Das 50-Megawatt-Solarkraftwerk wird derzeit in der Nähe der Stadt Morón de la Frontera in der Provinz Sevilla gebaut. Das Gesamtfinanzierungsvolumen des Projekts beträgt rund 450 Millionen Euro.

Görg

Zum Januar eröffnet Görg in Hamburg mit Quereinsteigern von Brinkmann & Partner. Über 20 Berufsträger verlassen Brinkmann im Zuge einer Neuausrichtung der Kanzlei. Zu Görg wechseln in Hamburg unter anderem die ausgewiesenen Restrukturierungsexperten Dr. Thorsten Bieg (45) und Dr. Wolfram Lohse (43) als Partner. Die neue Präsenz von Görg in Norddeutschland beschränkt sich aber weder örtlich auf Hamburg noch fachlich auf Restrukturierungsberatung. Die Sozietät gewinnt dabei für ihre Expansion weitere, zum Teil sehr namhafte Größen.

Schutzschirmverfahren beantragt

Der Autozulieferer Neumayer Tekfor hat beim Amtsgericht Offenburg ein Schutzschirmverfahren nach den Vorgaben des reformierten Insolvenzrechts beantragt. Dem Vernehmen nach bestellte das Gericht Dr. Jan Marcus Plathner von Brinkmann & Partner zum Sachwalter. Das Unternehmen hat rund 2.600 Mitarbeiter.

Kommentar

Intransparente Finanzkennzahlen, forciertes Quereinsteiger-Wachstum kurz vor der Finanzkrise und zuletzt ein überfordertes Management – Parallelen zwischen der Insolvenz von Dewey & Leboeuf und Howrey gibt es reichlich. Und genau wie bei der Howrey-Insolvenz im vergangenen Jahr gilt: Hier ist eine angesehene Kanzlei nicht an mangelnder Qualität ihrer Beratung zerbrochen sondern an Fehlern und Risiken in ihrer Struktur und Kultur.

Dewey-Insolvenz

Im Insolvenzverfahren der US-Kanzlei Dewey & LeBoeuf sind die Beträge bekannt geworden, die der Insolvenzverwalter von den deutschen Partnern fordert, um einen Vergleich mit den Gläubigern zu erzielen. Die zuletzt noch neun aktiven Partner sollen bis zu 180.000 US-Dollar zahlen. Die deutliche Mehrheit hat dem Vorschlag zugestimmt, allerdings soll es einzelne Partner geben, die sich sträuben.

Schiffbau

Das Amtsgericht Stralsund hat Berthold Brinkmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die P+S Werften bestellt. Er ist Seniorpartner und Namensgeber der Restrukturierungs- und Insolvenzkanzlei Brinkmann & Partner.

  Juve Plus Schritt in bessere Zukunft

Der pfälzische Schuhproduzent Josef Seibel hat den insolventen Wettbewerber Leiser nun vollständig erworben. Die bayrische Leiser-Gruppe, mit einem Umsatz von zuletzt rund 190 Millionen Euro fünftgrößter deutscher Schuhhersteller, war erst im März dieses Jahres in die Insolvenz gerutscht.

  Juve Plus Insolvente Q-Cells

Der südkoreanische Hanwha-Konzern kauft das insolvente Solarunternehmen Q-Cells. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Q-Cells-Insolvenzverwalter Henning Schorisch und der Hanwha-Tochter Hanwha Chemicals wurde am Wochenende unterzeichnet. Die Gläubigerversammlung hat dem Verkauf mittlerweile zugestimmt.