Kanzleiumsätze

Umsatz 2019

Nach zwei Jahren mit moderaten Umsatzsteigerungen gelingt Gleiss Lutz 2019 das größte Umsatzplus seit 2016. Vor allem das Transaktionsgeschäft trug nach einer kurzen Schwäche im vergangenen Jahr wieder in gewohnter Stärke zum Umsatz bei. Dadurch konnte die Kanzlei sowohl Umsatz als auch Produktivität im vierten Jahr in Folge steigern.

Leistungsmessung und Karriere

Legal Tech ist in vielen Kanzleien Associate-Sache. Doch die Beschäftigung mit dem Thema ist oft keine Mandatsarbeit, die sich in klassischen Parametern wie Umsatz und Profitabilität messen lässt. Das rüttelt an Grundprinzipien der herkömmlichen Kanzleistruktur.

Umsatz 2019

Hogan Lovells konnte ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr nochmal um 15,5 Prozent steigern. 2019 ist damit das bislang umsatzstärkste Jahr der Kanzlei in Deutschland seit der Fusion zwischen Hogan & Hartson und Lovells vor zehn Jahren.

Brexit

Nach Jahren voller Drama und Krisengipfeln kommt er nun wirklich: der Brexit. Eine bisher wenig beachtete Facette in diesem Chaos: Ein harter Brexit könnte Investorenklagen nach sich ziehen. Das glaubt Julian Scheu, Juniorprofessor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Internationales Investitionsrecht an der Uni Köln. Eine Unterwanderung der Demokratie? Keineswegs, sagt Scheu im JUVE-Interview.

JUVE Handbuch 2019/2020

In rasantem Tempo müssen sich Anwälte in Wirtschaftskanzleien auf eine neue Realität einstellen. Auch wenn die Umsätze noch immer steigen, geht es hinter der ökonomisch glänzenden Fassade längst nicht mehr nur um juristisches Wissen. Immer mehr geht es auch um die richtige gesellschaftsrechtliche Struktur, um Umsatzsteuern, um Service und Technologie, um Prozess- und Risikomanagement. Wie sich Kanzleien auf diese Herausforderungen einstellen, ist eines der zentralen Themen im soeben erschienenen JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2019/20.

JUVE 100 Umsatz exklusiv

Der Dieselskandal prägt nicht nur die Autobranche, sondern auch die Welt der Wirtschaftskanzleien. Neben Freshfields Bruckhaus Deringer unterstützen mehr als ein Dutzend weitere Kanzleien den VW-Konzern bei der Abwehr von Kundenklagen – mit teils riesigen Teams von mehr als 100 Anwälten. Ein so umfangreiches Ausnahmemandat hat es zuvor nie gegeben, und es hinterlässt deutliche Spuren im Markt: So zeigen die von JUVE recherchierten aktuellen Umsatzzahlen: Die Dieselkanzleien sind zuletzt überdurchschnittlich gewachsen.

JUVE 100 Umsatz

Wirtschaftskanzleien profitieren wesentlich stärker als andere Branchen vom zehnten Wachstumsjahr der Volkswirtschaft in Folge: Die 100 umsatzstärksten Kanzleien setzten im Geschäftsjahr 2018/19 insgesamt 6,84 Milliarden Euro um – 8 Prozent mehr als im Vorjahr mit 6,33 Milliarden Euro. Die Kennziffern recherchiert JUVE jährlich exklusiv.

Interview zur Preisgestaltung

Viele Kanzleien tun sich bei Preisverhandlungen schwer. Weil sie den Profi-Einkäufern auf Unternehmensseite nicht gewachsen sind, verschenken sie Geld. Das glaubt Philipp Biermann, Partner und globaler Leiter 'Business Services' bei der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners, die unter anderem Kanzleien zur Preisgestaltung berät. Im JUVE-Interview erklärt Biermann, warum nicht jeder Dealmaker ein guter Verhandler ist – und die Bahncard ein Vorbild für Kanzleien sein kann.

Wieder Rekord

Luther konnte das Umsatzplus von 27 Prozent aus dem Vorjahr nochmals toppen. Im aktuellen Geschäftsjahr steigerte sie das Ergebnis um 30,9 Prozent auf den Rekordwert von 190,2 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 44,9 Millionen Euro. Das große Wachstum liegt vor allem am rasanten personellen Ausbau mit Projektjuristen, geht aber auch auf Produktivitätsgewinne zurück.

Talsohle durchschritten

Es geht wieder bergauf: Die deutschen Büros von Allen & Overy haben ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf 145 Millionen Euro und damit um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Der Umsatz pro Berufsträger (UBT) liegt mit 729.000 Euro sogar knapp vier Prozent höher.

Kanzleiergebnisse

Die deutschen Büros von Linklaters haben im Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr 213,4 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Da auch das Team leicht um 2,4 Prozent auf knapp 299 Full Time Equivalents (FTE) wuchs, blieb der Umsatz pro Berufsträger mit 714.000 Euro fast konstant und stieg nur um 0,4 Prozent. Im Geschäftsjahr 2017/18 hatte Linklaters noch ein Umsatzwachstum von 7,7 Prozent vermelden können, der UBT war um 6,1 Prozent gestiegen.