Kartellrecht

  Juve Plus Zementkartell

Die belgische Gesellschaft Cartel Damage Claims (CDC) ist auch in der zweiten Instanz mit ihrer millionenschweren Schadensersatzklage gescheitert. Das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte ein Urteil des Landgerichts, das die CDC-Klage gegen sechs Mitglieder des Zementkartells im Dezember 2013 abgewiesen hatte.

  Juve Plus Grundsatzurteil im Bleichmittelkartell

Die EU-Kommission darf eine ausführlichere Fassung ihres Bußgeldentscheids zum Bleichmittelkartell veröffentlichen. Das hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) entschieden – und damit die Rechtsmittel der Kartellanten Akzo Nobel und Evonik Degussa gegen ein entsprechendes Vorhaben der Behörde abgewiesen. Das Urteil dürfte große Auswirkungen auf Kartellschadensersatzprozesse haben, weil es die Position von Klägern verbessert.

  Juve Plus Luftfrachtkartell

Schritt für Schritt erhöht die Deutsche Bahn den Druck im bisher größten deutschen Prozess um Kartellschadensersatz. Nachdem sie ihre Klage gegen Beteiligte des Luftfrachtkartells erweitert und im Dezember öffentlich gemacht hat, bestätigt die Bahn nun, was in Branchenkreisen ohnehin bekannt war: Sie hat im Kampf gegen das Kartell etliche Mitstreiter gefunden. JUVE-Informationen zufolge sind darunter auch die Dax-Konzerne BMW und Continental.

  Juve Plus Luftfrachtkartell

Die Deutsche Bahn hat ihre seit Dezember 2013 vor dem Landgericht Köln (LG) anhängige Klage jetzt beziffert und auf weitere Fluggesellschaften ausgedehnt. Bei dem Milliardenbetrag handelt es sich um die höchste Summe, die bisher in Deutschland im Bereich Kartellschadensersatz gefordert wird. Die Bahn geht damit gegen die jahrelangen Kartellabsprachen unter Luftfrachtspediteuren vor, durch die ihr und anderen Unternehmen dieser hohe Schaden entstanden sei.

Trotz wirtschaftlich guter Lage

Der Branche der wirtschaftsberatenden Anwälte in Österreich wie Deutschland geht es finanziell gut. Trotzdem sind Unternehmen und Kanzleien stärker denn je gezwungen, ihre Organisationsstrukturen und Geschäftsmodelle zu überdenken. Das ist ein Ergebnis der diesjährigen Recherche der JUVE-Redaktion zum Markt der Wirtschaftsjuristen in Deutschland für das neu erschienene JUVE Handbuch. Es ist nun ebenso online zu finden wie das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien Österreich.

Trotz wirtschaftlich guter Lage

Der Branche der wirtschaftsberatenden Anwälte geht es finanziell gut. Trotzdem sind Unternehmen und Kanzleien stärker denn je gezwungen, ihre Organisationsstrukturen und ihre Geschäftsmodelle zu überdenken. Das ist das Ergebnis des Essays über die Entwicklung des Marktes der Wirtschaftsjuristen im neu erschienenen JUVE Handbuch. Für Kanzleien drängt sich besonders die Frage nach der richtigen Größe der Kanzlei und der Partnerschaft auf.

  Juve Plus Asset-Tausch

Die Zementhersteller Holcim und Cemex haben sich auf einen Asset-Tausch geeinigt. Ein geplantes Joint Venture wurde hingegen abgeblasen. Aufgrund der angepassten Transaktion wird Cemex 45 Millionen Euro an Holcim zahlen. Die Deals sind kartellrechtlich schon freigegeben.

Experten für Sammelklagen

Die US-Litigation-Kanzlei Hausfeld hat zum Oktober ein Büro in Brüssel eröffnet und setzt dort ihren Schwerpunkt auf kartellrechtliche Schadensersatzklagen. Als Managing-Partner für das Büro gewann die Kanzlei Laurent Geelhand, der zuletzt General Counsel des französischen Reifenherstellers Michelin für Europa war.

  Juve Plus Geplante Megafusion

Die beiden Wettbewerber Holcim und Lafarge wollen zum weltgrößten Baustoffanbieter fusionieren. Schon jetzt ist der Schweizer Konzern Holcim mit seinen 75.000 Mitarbeitern Weltmarktführer in der Zementindustrie und der 65.000 Mitarbeiter zählende französische Rivale Lafarge die Nummer Zwei. Aus dem Zusammenschluss würde ein Unternehmen mit einem Marktwert von rund 40 Milliarden Euro entstehen.

  Juve Plus EuGH

Alle Dokumente einer Kartellverfahrensakte sind grundsätzlich schutzwürdig. Das geht aus einem Grundsatzurteil zum Thema Akteneinsicht in Kartellverfahren des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus der vergangenen Woche hervor. Damit wies der EuGH eine Klage des Energieversorgers EnBW gegen die Europäische Kommission ab.