Legal Tech und Legal Operations

Berufsrechtsreform

Einige wesentliche Forderungen des Eckpunktepapiers zur BRAO-Reform stoßen bei Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) und Bundessteuerberaterkammer (BStBK) auf Ablehnung. Beide sehen zentrale Werte des Beratungsgeschäfts gefährdet, vor allem die Unabhängigkeit der Rechtsprechung und den Auftrag der Rechtspflege. Aber auch die zukünftige Bedeutung der Kammern als Aufsichtsorgan treibt sie um.

Legal Tech & Legal Ops

Wer und was bewegt den Rechtsmarkt von morgen? Aktuelle Entwicklungen zu Legal Tech und Legal Operations – im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Im Gespräch mit KPMG Law

Mit KPMG ist nun auch die vierte große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer festen Kooperationskanzlei am österreichischen Markt vertreten. Im August startete Buchberger Ettmayer als selbständige Rechtsanwaltskanzlei unter der Marke KPMG Law. JUVE sprach mit KPMG-Senior-Partner Michael Schlenk und Kanzleigründer Dr. Dieter Buchberger.

Kommentar

Was ist gute Rechtsberatung wert? Wie können Kanzleien, die Stundensätze lieben, Unternehmen entgegenkommen, die gern für alles Festpreise hätten? Zunehmend übernehmen Verhandlungsprofis das Thema Preisgestaltung im Rechtsmarkt – vor allem in Unternehmen, aber immer häufiger auch in Kanzleien. Der Kommentar stammt aus dem aktuellen 'JUVE Rechtsmarkt', in dem sich die Redaktion dem Thema Pricing ausführlich widmet.

Aus in Deutschland

Leverton ist einer der Legal-Tech-Pioniere im deutschen Rechtsmarkt. Nun ist das Berliner Büro des Softwareunternehmens geschlossen worden. Dies soll mit der Übernahme durch das US-Unternehmen MRI Software zusammenhängen, die Leverton vor einigen Tagen auf seiner Internetseite bekannt gab. Zuerst hatte die Plattform ‚Gründerszene‘ darüber berichtet. Kanzleikunden Levertons zeigen sich von der Standortschließung überrascht.

Legal Tech in Kanzleien

Unter den Kanzleien in Österreich herrscht ein gerütteltes Maß an Unsicherheit, wie digitale Entwicklungen anzugehen sind. Das zeigen ihre Pläne zu dem Thema: Gut über die Hälfte wollen in den kommenden zwölf Monaten in Software investieren; ebenfalls mehr als die Hälfte beobachten weiter, was es an neuen Entwicklungen gibt.

Legal-Tech-Erweiterung

PricewaterhouseCoopers Legal hat zum Juli ihr deutsches Management erweitert: Dr. Nicole Elert verstärkt seitdem das sogenannte deutsche Legal Leadership Team der Beratungsgesellschaft. Die Arbeitsrechtlerin soll insbesondere Verantwortung für die Legal-Tech-Entwicklung übernehmen. Ebenfalls zum Juli ist Dr. Steffen Schniepp in die weltweite Führungsebene des Konzerns eingezogen.

Legal-Tech-Umfrage

Die deutschen Wirtschaftskanzleien nutzen längst die Vorteile, die die Digitalisierung ihnen bietet. Das zeigt eine JUVE-Umfrage, an der 182 vor allem kleine und mittelgroße Kanzleien teilnahmen. Zum Einsatz kommt insbesondere die Software von Start-ups. Angetrieben werden die Kanzleien von der Aussicht, schneller und besser zu werden.

Talsohle durchschritten

Es geht wieder bergauf: Die deutschen Büros von Allen & Overy haben ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf 145 Millionen Euro und damit um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Der Umsatz pro Berufsträger (UBT) liegt mit 729.000 Euro sogar knapp vier Prozent höher.

Interview

Der Bank- und Finanzrechtler Andreas Steck leitet seit 2016 als Senior-Partner die deutsche Linklaters-Praxis. Anfang Mai wurde er von den Partnern für eine zweite und damit letzte Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt. Mit JUVE sprach er über nichts Geringeres als die Zukunft der Rechtsberatung bei Linklaters.

Legal Operations

Norton Rose Fulbright holt zum August Stéphanie Hamon als Leiterin eines Teams, das Mandanten zum Thema Legal Operations beraten soll. Die 42-Jährige kommt von Barclays Bank, wo sie bis Mai innerhalb der Rechtsabteilung die Beziehungen zu externen Beratern steuerte. Die Norton Rose-Einheit soll strukturell unabhängig von den Norton Rose-Anwälten arbeiten und einen eigenen Mandantenkreis erschließen.

Umsatz 2018

Auf 441,8 Millionen Euro konnte Freshfields Bruckhaus Deringer im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz der deutschen Standorte steigern. Das entspricht einem kräftigen Wachstum von neun Prozent. Damit bleibt sie nach Umsatz in Deutschland weiterhin mit Abstand auf Platz 1. Schon im Vorjahr hatte Freshfields ein Umsatzplus von zehn Prozent erwirtschaftet. Auch in puncto Produktivität war die Kanzlei erfolgreich und bewegt sich langsam auf die 900.000-Euro-Marke zu. In Österreich blieb die Kanzlei dagegen um zwei Prozent unter dem Vorjahresumsatz.