Kanzleiumsätze

Associate-Gehälter

Das Gehaltsniveau für Associates ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, gerade für Berufsanfänger. Doch in den folgenden Berufsjahren bieten immer mehr Sozietäten deutlich mehr Geld nur noch gegen messbare Leistung – vor allem Großkanzleien, die bei Umsatz und Produktivität nicht ganz an der Marktspitze mitspielen.

Cum-Ex

Heute beginnt in Zürich ein Verfahren, das Stoff für einen echten Wirtschaftskrimi bietet. Es geht dabei um konspirative Treffen von Juristen und die Frage, ob die Beteiligten Aufklärer in einer der größten Steueraffären Deutschlands sind – oder vielleicht doch Wirtschaftsspione, wie die Schweizer Staatsanwaltschaft glaubt. In einer Nebenrolle: Der Cum-Ex-Skandal.

Produktivität deutlich im Plus

Latham & Watkins steigert in Deutschland Umsatz und Produktivität im zweistelligen Prozentbereich. Den Umsatz pro Berufsträger (UBT) als Kennziffer für die Produktivität trieb sie innerhalb eines Jahres um fast 100.000 auf 899.000 Euro. Damit könnte die Kanzlei nach einer mehrjährigen Aufholjagd sogar an der Rivalin Freshfields Bruckhaus Deringer vorbeigezogen sein, deren Zahlen für 2018 noch nicht vorliegen. Neben personellen Verstärkungen waren vor allem die Arbeit für Siemens und mehrere große Private-Equity-Deals Umsatztreiber.

Umsatz 2018

Gleiss Lutz konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge steigern: Mit 200,2 Millionen Euro Umsatz gelang der Kanzlei erstmals der Sprung über die 200-Millionen-Euro-Marke. Zu den Gewinnern des Geschäftsjahres avancierte die Geschäftseinheit ‚Regulatory & Litigation‘ der Full-Service-Kanzlei. Auch der Umsatz pro Berufsträger ist leicht angestiegen.

Umsatz 2018

Deutschlands personalstärkste Kanzlei hat 2018 einen Umsatz von 322,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit gelang es ihr, das Rekordergebnis von 2017 nochmal um 2 Prozent zu übertreffen. Dies macht sich bei leicht rückläufigem Personal auch beim Umsatz pro Berufsträger bemerkbar – die Produktivität läuft auf die 600.000-Euro-Marke zu.

Umsatz 2018

Hogan Lovells übertrifft die eigenen Erwartungen: Mit einem Plus von 11,9 Prozent schafft die angloamerikanische Kanzlei den Sprung über die 200-Millionen-Euro-Marke. Insgesamt 219,2 Millionen Euro erwirtschafteten die vier deutschen Standorte, die sich damit als Zugpferd der kontinentaleuropäischen Entwicklung präsentieren. Der höhere Umsatz treibt auch den Umsatz pro Berufsträger trotz Personalzuwachs wieder in alte Höhen.

Umsatz

Sie wächst und wächst und wächst: Im vergangenen Jahr verbreiterte sich nicht nur die Personaldecke von Heuking Kühn Lüer Wojtek signifikant, sondern auch der Umsatz stieg. Die Kanzlei erwirtschaftete 177 Millionen Euro und damit 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Hoch hinaus

Die vier deutschen Büros von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan konnten im vergangenen Jahr ihren Umsatz um satte 54,3 Prozent auf 29 Millionen Euro steigern. Nach drei Jahren rückläufiger Umsätze in Deutschland in Folge bedeutet die enorme Steigerung für die US-Kanzlei ein neues Rekordergebnis. Auch beim Umsatz pro Berufsträger erreichte Quinn Emanuel einen neuen Höchstwert.

Fusion

Ince & Co fusioniert mit der britischen Kanzlei Gordon Dadds. Mit einem Gesamtumsatz von über 110 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 123 Millionen Euro, gilt die neue Einheit als größte börsennotierte Anwaltskanzlei in Großbritannien. Der Zusammenschluss betrifft auch die beiden deutschen Büros von Ince, die neben ihrem langjährigen Hamburger Standort, seit zwei Jahren auch in Köln präsent ist.

Kommentar zur DSGVO

Seit fünf Monaten gilt die Datenschutzgrundverordnung. Wer sie ignoriert, setzt die Existenz seines Unternehmens aufs Spiel. Die angedrohte Strafe ist schmerzvoll: Bis zu zehn Millionen Euro oder zwei Prozent des Jahresumsatzes können fällig werden. Wer sich bis heute immer noch nicht darauf eingestellt hat, ist selbst schuld.

Trotz Brexit

US-Kanzleien sind auch im britischen Markt auf dem Vormarsch. Die zehn am schnellsten wachsenden Kanzleien in London stammen alle aus den USA. Das haben Recherchen des Londoner Branchenmagazins ,The Lawyer‘ ergeben. Inzwischen kommen 21 der 50 umsatzstärksten Einheiten in London aus den Vereinigten Staaten.