Kanzleiumsätze

Ranking

Die zehn größten Steuerberatungsgesellschaften Deutschlands erwirtschafteten im vergangenen Geschäftsjahr in der Steuer- und Steuerrechtsberatung zusammen knapp zwei Milliarden Euro. Dies zeigt das von JUVE erhobene, erstmalige Ranking der Top-10 hierzulande, in das ausschließlich die Umsätze in der Steuer- und Steuerrechtsberatung eingeflossen sind.

Rekordumsatz

Flick Gocke Schaumburg hat im vergangenen Jahr mehr eingenommen als jemals zuvor. JUVE-Recherchen zufolge hat die Kanzlei 2016 mit Steuer- und Steuerrechtsberatung sowie der weiteren Rechtsberatung 118,5 Millionen Euro umgesetzt. Außerdem erhöhte die steuerzentrierte Kanzlei die Auslastung ihrer Berufsträger und steigerte den Umsatz pro Berufsträger (UBT) um zehn Prozent.

Aufholjagd

Die deutschen Partner von Dentons blicken nicht nur auf ein bewegtes, sondern auch sehr erfolgreiches Jahr zurück: Ihr Umsatz stieg auf eine neues Rekordhoch von 46,49 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von rund 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat sich der Umsatz seit dem Zusammenschluss der europäischen Kanzleien Salans, der kanadische FMC Fraser Milner Casgrain und SNR Denton mehr als verdoppelt.

Kanzleiumsätze

Mit einem Umsatzsprung von fast 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat Gleiss Lutz Rekordzahlen für 2016 erzielt: Laut JUVE-Informationen setzte die deutsche Kanzlei im vergangenen Geschäftsjahr 190 Millionen Euro um. Im Vorjahr waren es noch 167 Millionen Euro.

CMS Hasche Sigle

CMS Hasche Sigle hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem moderaten Umsatzplus von rund drei Prozent abgeschlossen: Die nach Berufsträgern größte Kanzlei erwirtschaftete 2016 gut 295 Millionen Euro. Die Steigerung beim Umsatz pro Berufsträger fiel mit rund vier Prozent geringfügig höher aus. Der Boom aus dem Vorjahr ist damit allerdings erst einmal abgebremst: 2015 hatte CMS ihren Umsatz noch um acht Prozent steigern können.

Noerr

Noerr hat im vergangenen Jahr bei der Umsatzentwicklung eine Nullrunde hingelegt: Die Kanzlei erwirtschaftete wie im Vorjahr rund 190 Millionen Euro. Das Ergebnis erzielten rund 360 Vollzeit tätigen Berufsträger (FTE). Die Teamgröße ist damit gleichgeblieben, so dass die Produktivität ebenfalls auf gleichem Niveau verharrt. Im Vorjahr hatte die Kanzlei ihren Umsatz noch um knapp 7, ihre Produktivität um knapp 2 Prozent steigern können.

UBT-Sprung

Im abgelaufen Geschäftsjahr hat die US-Kanzlei Latham & Watkins ihren Umsatz in Deutschland um knapp 6 Prozent auf 117,6 Millionen Euro steigern können. Noch deutlicher fällt das Plus beim Umsatz pro Berufsträger aus, als Index für die Qualität der geleisteten Arbeit: Der Wert steigt um fast zehn Prozent auf 780.000 Euro pro Kopf.

White & Case

Zum zweiten Mal in Folge verzeichnet White & Case einen starken Zuwachs sowohl beim Umsatz als auch beim Umsatz pro Berufsträger. Der Umsatz der deutschen Büros wuchs im vergangenen Jahr auf 138 Millionen Euro, eine Steigerung von 9,5 Prozent. Der UBT kletterte sogar um 12,7 Prozent auf 690.000 Euro. Seit 2014 ist dieser Wert damit um fast ein Drittel gestiegen. Maßgeblich dürfte die zunehmende Internationalität der Mandate gewesen sein.

Umsatz

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat 2016 einen Umsatz von 133,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem sie auf 131,6 Millionen Euro kam, steigerte die Kanzlei ihren Umsatz leicht um 1,4 Prozent. 2015 hatte Heuking noch eine Steigerungsrate von 8,8 Prozent vorweisen können, womit sich die Kanzlei erstmals einen Platz unter den Top 10 der umsatzstärksten Kanzleien in Deutschland hatte sichern können.

Umsatz 2016

Mit einem zweistelligen Umsatzplus hat die deutsche Praxis von Hogan Lovells das Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen. Zum zweiten Mal gelang es der Kanzlei, ihre Umsätze deutlich zu erhöhen. Auch die Produktivität stieg an, wenngleich mit gut 5 Prozent nicht so stark wie im Vorjahr.

Umsätze der Big Four

KPMG hat ihre Wettbewerberin EY gemessen an Umsätzen als Nummer Zwei der Big-Four-Beratungsgesellschaften abgelöst. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete KPMG 1,60 Milliarden Euro, EY setzte mit 1,58 Milliarden Euro etwas weniger um. In beiden Unternehmen legte vor allem allem die Steuerberatung inklusive Rechtsberatung ordentlich zu, während die Wirtschaftsprüfung schwächelte. Während EY ihre Stärke in der klassischen Steuerberatung ausspielte, profitierte KPMG von ihrem deutlich stärkeren Rechtsberatungsarm.