Legal Tech und Legal Operations

Legal Operations

Der Legal-Operations-Trend in Rechtsabteilungen hat zu dem – soweit bekannt – ersten Produkt-Spin-off geführt: Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA bringt gemeinsam mit dem Technikdienstleister Join ein Vertragsmanagementsystem auf den Markt. Damit tritt erstmals eine Konzernrechtsabteilung als Legal-Tech-Anbieter auf.

Legal Tech

PwC Legal hat ihre Legal-Tech-, Legal-Operations- und Legal-Business-Services-Sparte mit gleich zwei Neuzugängen verstärkt: Mitte Juli steigt die auf Innovationsstrategien spezialisierte Betriebswirtin Katja Waschinski als Senior Managerin ein. Sie war zuvor bei Hogan Lovells tätig. Zum Juni hat sich bereits die Rechtsanwältin Mirjam Glittenberg dem sogenannte NewLaw-Team von PwC als Managerin angeschlossen, sie kommt vom Softwareanbieter Wolters Kluwer.

Prozessführung

Die Kanzlei BSB Quack Gutterer hat einen weiteren Neuzugang: Maximilian Weiss kam zum Juni als Equity-Partner in Stuttgart an Bord, um die kapitalmarktrechtliche Prozesspraxis mit auszubauen. Weiss wechselte aus der Anlegerkanzlei Tilp Litigation.

Schadenabwickler

Der europäische Schadenregulierer InterEurope nutzt als erstes Unternehmen das neue 'Fast-Track'-Programm des Legal Tech Hub Vienna (LTHV). In vier zweiwöchigen Arbeitsphasen geht der Dienstleister eines seiner Digitalisierungsvorhaben an. Im Mai schloss sich dem LTHV zudem Amazon Web Services als Partner an.

Chemie-Konzern

BASF hat einen neuen Rechts- und Compliancechef: Matthew Lepore, bislang Senior Vice President und weltweiter Head of Legal, übernahm zum Mai die Position des General Counsel und Chief Compliance Officer. Damit leitet er bei dem milliardenschweren Chemiekonzern ein Team von rund 200 Juristen.

Gemeinsam global

Unter der Marke Unyer wollen Luther und die französische Kanzlei Fidal ein internationales Netzwerk aufbauen. Damit sollen neben der Rechtsberatung auch Legal-Tech-Lösungen gebündelt werden. Die Gründungskanzleien des länderexklusiven Netzwerkes haben einen ambitionierten Wachstumsplan für die nächsten Jahre.

Neuartige Wesen

Legal Tech und Legal Operations sind aus der Rechtsbranche nicht mehr wegzudenken, da ist man sich einig. Doch wer soll eigentlich die technischen Prozesse dafür in Kanzleien aufsetzen, Produkte entwickeln und zwischen Anwälten und Informatikern vermitteln? Immer mehr Kanzleien setzen dabei auf Legal Engineers.

Mehr Nähe zur großen Politik

Die Düsseldorfer Verbraucherkanzlei Baum Reiter & Collegen hat zum April ein Büro in Berlin eröffnet. Standortleiter ist ein Quereinsteiger von der Wettbewerberin Gansel, die wie Baum Reiter mehrere Tausend VW-Kunden im Dieselskandal vertritt: Marko Martschewski. Ausschlaggebend für den Standort Berlin sind für die Kanzlei aber nicht Verbraucherklagen, sondern Lobbyarbeit.

Umsatz 2020

Nach einer Wachstumspause 2019 ist Noerr zurück auf Kurs: Mit einem Plus von 9,3 Prozent stieg der Umsatz der deutschen Büros auf 253 Millionen Euro. Auch bei der Produktivität legte Noerr deutlich zu.

Legal Tech

Legal Tech und Legal Operations sind angekommen in der Branche. Nicht nur Großkanzleien, auch Rechtsabteilungen, mittelständische Kanzleien, Start-ups und die Big Four mischen mit. Neben den alten Hasen steht inzwischen schon die zweite Generation von Experten in den Startlöchern. Fünf davon stellen wir im neuen JUVE Rechtsmarkt vor. Anne Graue, inzwischen Legal Counsel Regulatory Law & Product Compliance bei Volkswagen, ist eine davon.

Kammerwahl beginnt

Am heutigen Donnerstag beginnt bei der Düsseldorfer Rechtsanwaltskammer die digitale Wahl für den Kammervorstand. Zur Wahl stehen insgesamt 22 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte aus sechs Landgerichtsbezirken. Vor allem bei der Mobilisierung der Wähler in den Landgerichtsbezirken Duisburg und Wuppertal zeigt sich, wie tief die Gräben zwischen Modernisierern und Traditionalisten vor Ort sind.