Kanzleiumsätze

Umsatz 2020

Zum siebten Mal in Folge konnte Hogan Lovells in Deutschland ihre Umsätze ausbauen. An den fünf deutschen Standorten erwirtschaftete die Kanzlei 2020 trotz Pandemie insgesamt 268 Millionen Euro. Auch die Produktivität stieg, wenn auch weniger als die Erlöse.

Insolvenz

Das Amtsgericht Charlottenburg hat auf Antrag der Spiele Max-Geschäftsführung Ende Dezember ein Schutzschirmverfahren eröffnet. Das auf Spielzeug- und Kindermode spezialisierte Handelsunternehmen beschäftigt in seinen rund 70 Filialen etwa 600 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro.

JUVE 100 Kanzleiumsätze

Vor dem Corona-Knick haben die 100 umsatzstärksten Wirtschaftskanzleien in Deutschland ein Rekordjahr hingelegt. Im Durchschnitt stiegen die Erlöse um gut 8 Prozent, und auch beim Personal und der Produktivität legten die Kanzleien zu. Das ist das Ergebnis der von JUVE jährlich exklusiv recherchierten Kennziffern. 

Magic-Circle-Umsätze

In der vergangenen Woche haben die deutschen Büros der Magic-Circle-Kanzleien die Umsätze des vergangenen Geschäftsjahres veröffentlicht: Linklaters, Clifford Chance und Freshfields Bruckhaus Deringer konnten erneut ihre Einnahmen steigern, Allen & Overy hielt sich auf Vorjahresniveau. Nicht ganz so einheitlich sieht es bei der Produktivität aus.

Freshfields

Auf 453,5 Millionen Euro steigerten die deutschen Standorte von Freshfields Bruckhaus Deringer im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz. Nach kräftigen Zuwächsen in den beiden Vorjahren konnte die Kanzlei ihr Ergebnis zwischen Mai 2019 und April 2020 noch einmal um 2,6 Prozent steigern. Wegen aufwändiger Compliance-Mandate ist die Kanzlei dabei auch personell gewachsen und zählt hierzulande weit über 500 Anwälte. Dies geht allerdings zulasten des UBT. In Österreich erwirtschaftete die Kanzlei ein Umsatzplus von 4,1 Prozent.

Umsatz 2020

Über ein ordentliches Umsatzplus kann sich Clifford Chance in diesem Jahr freuen. Die Kanzlei verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr 190 Millionen Euro, was einem Umsatzplus von 7,6 Prozent entspricht. Den Umsatz pro Berufsträger (UBT) steigerte sie wie schon im Vorjahr erneut um rund vier Prozent auf nun 765.000 Euro.

Kanzleiumsätze

Nach einem leichten Umsatzplus von zwei Prozent auf 145 Millionen Euro im Vorjahr verzeichnet Allen & Overy aktuell gleichbleibende Umsätze. Der Umsatz pro Berufsträger stagnierte ebenfalls bei 729.000 Euro. Das Ende April abgelaufene Geschäftsjahr berücksichtigt auch schon die ersten Auswirkungen der Corona-Krise.

Kanzleiumsätze

Keinen großen Sprung, sondern eine stetige Aufwärtsentwicklung zeigen die Umsatzzahlen von Linklaters: Im vergangenen Geschäftsjahr spielte die Magic-Circle-Kanzlei in Deutschland 221,1 Millionen Euro ein, 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. In diese Zahlen fließen bereits die ersten Auswirkungen der Corona-Krise mit ein.

Geldnot

Bei der Großbäckerei Sternenbäck wird das Geld knapp. Das Unternehmen hat daher ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das zuständige Amtsgericht Hechingen hat dem Antrag entsprochen und Prof. Dr. Martin Hörmann aus der Kanzlei Anchor zum Sachwalter bestellt. Grund für die finanziellen Schwierigkeiten der Bäckereikette sind Umsatzeinbußen infolge der Corona-Krise.

Mittelstandsberater

Die Einnahmen der 50 umsatzstärksten Mittelstandskanzleien sind 2019 erneut deutlich gestiegen. Über 5.500 Anwälte erwirtschafteten zusammen fast 2,4 Milliarden Euro. Dahinter verbergen sich auch Sondereffekte wie der Dieselkomplex. Wie solide das Wachstum war, wird sich nach der Corona-Krise erweisen.