Ukraine-Krieg

Interview mit Arzinger

Normalerweise beraten die 14 Partner und weitere rund 80 Anwältinnen und Anwälte der ukrainischen Kanzlei Arzinger internationale Unternehmen bei ihren Aktivitäten in der Ukraine und umgekehrt. Seit vier Wochen ist alles anders. Managing Partner Timur Bondaryev steht in einem Randbezirk von Kiew, während er mit JUVE spricht. In den 30 Minuten des Gesprächs sind vier Raketeneinschläge zu hören, der erste noch recht leise. Die späteren näher und lauter.

Büroschließungen

Nicht alle internationalen Kanzleien ziehen sich aus Russland zurück. Beiten Burkhardt und Rödl betonen, dass sie bleiben. Der Hauptgrund dürfte sein, dass sich das Geschäftsmodell dieser Mittelstandsberater stark von dem der Kanzleien unterscheidet, die nun ihre Büros aufgeben.

Büroschließungen

Innerhalb von nur zehn Tagen haben sich nahezu alle internationalen Kanzleien aus Russland verabschiedet, zuletzt Baker McKenzie. Was hat hinter den Kulissen zu dieser Entscheidung geführt? Was bedeutet sie für Anwältinnen und Anwälte in Russland, und wie könnte es weitergehen? Dazu haben wir mit Beteiligten in Russland und Deutschland gesprochen.

Büroschließungen

Russlands Krieg gegen die Ukraine bewegt immer mehr internationale Kanzleien, ihr Geschäft in Russland einzustellen. Seit Linklaters Ende voriger Woche das Aus für ihr Moskauer Büro bekanntgab, geht es Schlag auf Schlag. Denselben Schritt gehen etwa Cleary Gottlieb Steen & Hamilton, Latham & Watkins und Freshfields Bruckhaus Deringer.

Initiative für Kriegsopfer

Als am 24. Februar die Invasion Russlands in die Ukraine begann, formierte sich auch in Anwaltskreisen Hilfe. Oft über das Business-Netzwerk LinkedIn, so auch bei Nikita Selivanov, Managing Associate bei Linklaters in Frankfurt. Es blieb aber nicht virtuell. Selivanov fuhr selbst an die Grenze.

Russische Eiszeit

Auch internationale Anwaltskanzleien sind vom Krieg in der Ukraine betroffen – selbst wenn sie keine Büros in Russland oder der Ukraine haben. Während in Kiew das Geschäft zusammengebrochen ist und es vor allem darum geht, das Personal in Sicherheit zu bringen, stellen sich auch mit Blick auf Russland und russische Mandanten weitreichende Fragen.

Mehrere Initiativen

Deutsche Anwälte trommeln ihre Netzwerke zusammen, um Hilfsangebote für die Ukraine auf den Weg zu bringen. Eine wichtige Plattform ist dabei das Business-Netzwerk LinkedIn, wo sich zahlreiche Initiativen bilden. Unter anderem die von Olga Hamama aus der Kanzlei V29 Duve Hamama, die ukrainisch-russische Wurzeln hat und seit vielen Jahren in Deutschland lebt und arbeitet.