Insolvenzen

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Nein, es ist keine gute Zeit, um im Handel sein Geld zu verdienen. Beobachter der Branche führen die Negativnachrichten auf die schlechte Konjunktur, fehlende Nachfrage und ein schlechtes Marktumfeld zurück. Selbst Vorzeigefirmen wie der Parfümerie-Anbieter Douglas oder die Metro AG haben zu kämpfen. Douglas machte im wichtigen Weihnachtsmonat Dezember ein Umsatzminus von 4,3 Prozent, und auch der Düsseldorfer Handelsriese Metro spricht von einem Umsatzzuwachs „am unteren Rand der Erwartungen“.So überrascht es nicht, dass bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres ein größerer Einzelhändler vor dem möglichen Aus steht: Die Kölner Discount-Kette Urban musste den Gang zum Insolvenzrichter antreten.

  Juve Plus Insolvenz der Plettac AG

Beim Plettenberger Gerüstbauer und -dienstleister Plettac ist Dr. Winfried Andres (Dr. Andres u. Schneider) in der vergangenen Woche vom Amtsgericht Hagen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Der Düsseldorfer Anwalt sagte gegenüber der Presse, die Chancen seien gut, den Konzern vor einer Zerschlagung zu retten. Das Geschäft sei durch Absatzfinanzierungen in den 1990er Jahren belastet worden.

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„Deutschland steht am Ende der Wachstumsskala, aber ganz vorn im europäischen Pleiten-Ranking“, hieß es Anfang Dezember von der Wirtschaftsauskunftsdatei Creditreform. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen habe in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreicht und werde weiter steigen. Creditreform schätzt, dass es eine Zunahme gegenüber dem letzten Jahr von 16,4 Prozent auf 37.700 Fälle geben werde, insgesamt gehe es 2002 um 590.000 Arbeitsplätze.

Abschied von Luther

Dr. Georg Streit, bislang EY Law Luther Menold-Partner, wechselt zu Wellensiek Grub & Partner. Streit leitet ab 1. Januar 2004 das kürzlich gegründete Münchner Büro der Insolvenzrechtskanzlei. Mit dieser Arbeit hat der Neuzugang Erfahrung. Schon für Luther Menold baute er die erst 2002 gegründete Niederlassung in Mannheim auf. Neuer Standortleiter in Mannheim ist der Senior Associate Dr. André Große-Vorholt."Die enge Eingliederung der Anwaltsgesellschaft in den Ernst & Young-Verbund hätte für mich zu erheblichen Verlusten geführt, da ich u.a. SEC-Mandate betreue", begründete Streit seinen Weggang. Bereits Ende September hatte er dies der Kanzleiführung mitgeteilt. Auch Dr. Stefan Kraus, Managing Partner von EY Law Luther Menold, erklärte: "Der Beschluss, EY Law beizutreten, hatte negative Auswirkungen auf sein Mandantenportfolio."

Die insolvenzrechtlich ausgerichteten Sozietäten Hess Wienberg Freund & Partner (Stammsitze: Mainz, Dresden) und Brandenburg & Wilhelm (Stammsitz: Hamburg) haben sich zum 1. Dezember 2002 zusammengeschlossen. Durch die Fusion entsteht die nach Anzahl von Berufsträgern, Verwaltern und Büros zweitgrößte deutsche Insolvenzrechtskanzlei.Dem neuen Akteur mit dem offiziellen Kürzel HWW gehören 12 Partner und insgesamt 56 Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater an. Sie ist an bundesweit 16 Standorten vertreten, 13 Berufsträger werden derzeit als Insolvenzverwalter bestellt. Der Schwerpunkt der Verwaltungen liegt in ganz Nord- und Ostdeutschland. Zudem verfügt HWW über ein aufstrebendes Büro in München.

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Vor kurzem ist das Meisterwerk „Der Pianist“ von Roman Polanski in die Kinos gekommen – eigentlich ein Grund zu feiern. Doch dürfte sich die Freude bei der Frankfurter Filmfirma DasWerk in Grenzen halten: Bei insgesamt 106 Einstellungen des Streifens besorgte sie die digitalen Effekte, der Insolvenzantrag ließ sich trotz dieses und vieler anderer prestigeträchtiger Projekte offensichtlich aber nicht vermeiden.Die vergangenen Wochen waren geprägt durch eine scheinbar zunehmende Häufung an Konkursen von IT-Firmen und in der Automobil-Zulieferindustrie. Das größte Insolvenzverfahren in dieser Branche stellte im Oktober das westfälische Traditionsunternehmen cdp Peddinghaus mit insgesamt knapp 1000 Mitarbeitern dar.

Der Justizminister von Baden-Württemberg Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) scheidet zum Jahresende aus dem Amt und wird Partner der Insolvenzkanzlei Wellensiek Grub & Partner.Die Stuttgarter Nachrichten berichten, dass Goll schon vor Monaten den Entschluss gefasst habe, seine Funktion in der Stuttgarter Landesregierung aus privaten und familiären Gründen aufzugeben. Jedoch habe man mit Rücksicht auf den Bundestagswahlkampf dicht gehalten, schreibt das Blatt weiter.

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Die Fehde zwischen France Telecom und dem schleswig-holsteinischen Serviceprovider ist trotz vorläufiger Abwendung der Insolvenz von Mobilcom noch voll im Gange.Berater France Telecom

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Die Besucher von Filmtheatern geraten in Gefahr, um zwei Attraktionen beraubt zu werden. Anfang Oktober stellte die traditionsreiche Hamburger Kinokette Ufa Insolvenzantrag, der Filmbetrieb läuft jedoch vorerst weiter. Ob man sich in deutschen Kinosälen weiter an der Comicfigur „Werner“ erfreuen kann, steht hingegen in den Sternen. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit mussten verschiedene „Werner“-Firmen ebenfalls den Gang zum Konkursrichter antreten.

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Vorläufiger Insolvenzverwalter des börsennotierten Autovermieters Arndt AG wurde der alteingesessene Düsseldorfer Rechtsanwalt Friedrich Wilhelm Metzeler (Metzeler van Betteray Buchalik). Die Sanierungsgespräche mit Banken und potenziellen Investoren für den Fahrzeug-Verleiher aus Neuss, den sechstgrößten in Deutschland, werden „mit hoher Priorität“ weiter geführt, teilte Metzeler mit. Der Geschäftsbetrieb mit 250 Mitarbeitern an 40 Standorten könne aufrecht erhalten werden. Hintergrund der wirtschaftlichen Bedrängnis ist laut ‚Frankfurter Allgemeine Zeitung‘ der Kauf der Carmax Autovermietung aus Mainz-Kastel, mit der sich Arndt einen übergroßen Fuhrpark eingehandelt habe. Der Kurs der Arndt-Aktie brach nach Bekanntwerden der Zahlungsschwierigkeiten ein. (Jörn Poppelbaum)

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Die Vereinigte Werkzeug- und Maschinenbau GmbH (VWM) aus dem Thüringischen Nordhausen hat Mitte September Insolvenz beantragt.Es sei zur Zeit überhaupt kein Geld mehr vorhanden, teilte der Erfurter Rechtsanwalt Thorsten Springstub (Tiefenbacher) mit. Die 85 VWM-Beschäftigten hatten seit Juli keinen Lohn mehr erhalten. Springstub hat unmittelbar nach seiner Einsetzung einige Arbeitnehmer solange nach Hause geschickt bis wieder mehr Aufträge an Land gezogen werden. Ansonsten wird der betrieb momentan fortgeführt. Zudem hat der vorläufige Verwalter Gespräche mit den Hauptgläubigern Nordhäuser Kreissparkasse und Thüringer Aufaubank aufgenommen. Mittlerweile stehen auch zwei ernstzunehmende Inverstoren bereit, teilte Springhub mit. (Jörn Poppelbaum)