Insolvenzen

  Juve Plus Restrukturierung

Der Airbaghersteller Takata, Zulieferer vieler großen Automobilmarken weltweit, will mit einem neuen Eigentümer den Ausweg aus seiner finanziellen Misere finden. Die geplante Übernahme durch KSS Key Safety Systems wurde auf internationaler Ebene ausgehandelt. KSS gehört zu einem chinesischen Konzern. Als Kaufpreis werden umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro genannt.

Restrukturierung in eigener Sache

Die Insolvenzkanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm hat angekündigt, sich von unrentablen Tätigkeitsbereichen zu trennen. Dies betrifft vor allem die Insolvenzverwaltung: In bestimmten Regionen sollen defizitär arbeitende hww-Verwalter keine Insolvenzverfahren mehr annehmen und deshalb ausgewählte Insolvenzgerichte ansprechen.

Reederei-Insolvenz

Bei der insolventen Reedereigruppe Rickmers überwacht jetzt Sachwalter Jens-Sören Schröder von Johlke Niethammer & Partner den Sanierungskurs. Nach Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg soll Rickmers ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen können. Neben Schröder wird Dr. Christoph Morgen von Brinkmann & Partner das Unternehmen unterstützen, er zog als ‚Chief Insolvency Officer‘ in den Vorstand der Rickmers-Holding ein.

Fashion in Not

Eine weitere Modegröße gerät ins Straucheln. Am Amtsgericht Aschaffenburg hat Basler Fashion einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Prof. Dr. Lucas Flöther von Flöther & Wissing übernimmt die Rolle des Sachwalters, ein Pluta-Team berät die Geschäftsführung zu den Sanierungsfragen. Vor einigen Jahren war die Basler-Gruppe schon einmal in der Klemme. Damals stieg das Private-Equity-Haus Tempus Capital bei dem Modehersteller ein.

Insolvenzkanzleien

Die Insolvenzkanzlei Anchor verstärkt sich mit einem alten Bekannten: Dr. Michael Flitsch (46), der wie die Anchor-Gründer sein Handwerk bei Wellensiek erlernt hat, wechselt zum Juni als Partner in das Mannheimer Anchor-Büro. Er war 18 Jahre lang für Wellensiek tätig, seit 2006 als Partner.

Solarworld

Das Amtsgericht Bonn hat den erfahrenen Sanierer Horst Piepenburg aus dem Düsseldorfer Büro von Piepenburg Gerling zum vorläufigen Insolvenzverwalter von Solarworld bestellt. Dort trifft er auf einen alten Bekannten: Görg-Partner Hans-Gerd Jauch ist bereits seit Jahren in die Restrukturierung des Krisenunternehmens eingebunden.

  Juve Plus Schifffahrtskrise

Die Hamburger Rickmers Holding hat einen Plan zur Restrukturierung ihrer Finanzverbindlichkeiten auf den Weg gebracht. Das Schifffahrtsunternehmen leidet unter der seit Jahren andauernden Krise der Branche. Das nun ausgearbeitete Rettungskonzept sieht nicht nur die Unterstützung des bisherigen Alleingesellschafters Bertram Rickmers und der Gläubigerbanken vor, auch die Zustimmung der rund 1.000 Anleihegläubiger spielt eine entscheidende Rolle.

  Juve Plus Sanders-Insolvenz

Die Wiener Grosso Holding hat mehrheitlich den insolventen Bettwarenhersteller Gebr. Sanders übernommen. Der strategische Investor zahlt 18,5 Millionen Euro. Zudem soll Geschäftsführer Hans-Christian Sanders nach Abschluss des Insolvenzverfahrens Mitinhaber mit einer Beteiligung von deutlich über 20 Prozent werden.

  Juve Plus Traditionsmarke gerettet

Das Frankfurter Start-up Bettzeit hat zum Jahresende 2016 die Matratzenmarke Dunlopillo übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in Unterfranken hatte im Sommer 2016 beim Amtsgericht Aschaffenburg Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt.

  Juve Plus Post-KTG Agrar

Die Hamburger Zertus-Gruppe übernimmt die Firma Bio-Zentrale Naturprodukte. Diese gehörte bis zum vergangenen Sommer zu KTG Agrar. Nach deren Insolvenz kaufte zunächst die L+H Beteiligung, eine Firma der Lindhorst-Gruppe, das Unternehmen. L+H reichte die Bio-Zentrale nun weiter. Ein Kaufpreis wurde nicht bekannt.

Versandhandel

Der Werbemittelversender Schneider aus Wedel und seine Muttergesellschaft Creatrade haben Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Pinneberg den Hamburger Görg-Partner Oliver Dankert bestellt. Zur Creatrade-Gruppe gehören auch die Mode- und Möbelmarken Conleys, Impressionen und MiaVilla – sie sind von der Insolvenz aber nicht betroffen.