Kanzleiumsätze

Corona-Umfrage

Knapp 50 Prozent der Anwälte aus US-Kanzleien berichten über Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise. Das ist ein Ergebnis einer JUVE-Umfrage, in der mehr als 700 Anwältinnen und Anwälte ein aktuelles Stimmungsbild lieferten. Zwei weitere merkliche Auswirkungen der Krise: Einstellungsstopps und das Einbehalten von Partnerentnahmen.

Umsatz 2019

Nach einem kräftigen Umsatzsprung im Vorjahr verzeichnet Noerr für 2019 keine wesentlichen Veränderungen ihrer wirtschaftlichen Kennzahlen. Der Umsatz der deutschen Praxis stieg minimal auf 231,5 Millionen Euro, die Produktivität ging sogar leicht zurück. Zum Ergebnis trugen das Corporate-Geschäft sowie die Beratung zu Regulierungs- und Digitalthemen besonders stark bei.

Keine Staatshilfe

Die Vapiano SE hat Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Das Amtsgericht Köln hat Dr. Ruth Rigol von Pluta als vorläufige Insolvenzverwalterin bestellt. Die Filialschließungen infolge der Corona-Krise hatten zusätzlich zur zuvor bereits schwierigen finanziellen Situation der Restaurantkette zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt.

Insolvenz

Das Klinikum Peine hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Damit setzt es eine Reihe großer Krankenhauspleiten aus dem Vorjahr fort. Das Klinikum beschäftigt aktuell rund 750 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro.

Restaurants geschlossen

Die Dachgesellschaft der Restaurantkette Vapiano ist zahlungsunfähig. Im Zuge der Corona-Epidemie waren die Umsatzzahlen des börsennotierterten Unternehmens zuletzt stark zurückgegangen. Bereits vor der Corona-Krise war Vapiano finanziell in einer Schieflage.

Corona-Folgen

Die angeschlagene Restaurantkette Maredo hat in Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Auslöser seien die massiven Auswirkungen der Corona-Krise gewesen, teilte das Unternehmen mit. Diese hätten zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt, gleichzeitig müssten Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden.

Umsatz 2019

White & Case erreichte 2019 in Deutschland mehrere wirtschaftliche Bestmarken: Die Wachstumsrate beim Umsatz übertrifft deutlich das Niveau der Gesamtkanzlei und hebt den Erlös auf 163 Millionen Euro. Dadurch erklimmt die Produktivität mit rund 778.000 Euro Umsatz pro Berufsträger den zehnten Höchststand in Folge.

Umsatz 2019

Die deutsche Praxis von Latham & Watkins konnte Umsatz und Produktivität im vergangenen Jahr erneut deutlich steigern, wenn auch prozentual nicht so stark wie im Jahr zuvor, als beide Werte im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Vor allem beim Umsatz pro Berufsträger, einem Gradmesser für die Produktivität von Kanzleien, spielt Latham mit 958.000 Euro inzwischen in einer Liga, die noch vor ein paar Jahren für Spezialboutiquen wie Sullivan & Cromwell oder Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan reserviert schien.

Umsatz 2019

CMS Hasche Sigle knüpft mit ihrem im vergangenen Geschäftsjahr erzielten Umsatz an die Rekordjahre 2015 und 2017 an: Unter dem Strich steigerte die Kanzlei ihren Umsatz um 21 Millionen Euro auf insgesamt 343,6 Millionen Euro. Das sind rund 6,5 Prozent mehr als 2018. Erstmals in ihrer Geschichte kam sie damit auf eine Produktivität von über 600.000 Euro pro Berufsträger.

Umsatz 2019

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat ihren Umsatz auf fast 200 Millionen Euro gesteigert. Grund für das gute Ergebnis ist der erneut gewachsene Mittelbau, mit denen die Kanzlei als Unterauftragnehmer von Freshfields Bruckhaus Deringer aktuell Erfahrung in Masseverfahren aufbaut – ein Bereich, der deutlich zum Umsatzplus beigetragen hat.