Kanzleiumsätze

Rekordergebnis

Luther hat den Umsatz ihrer deutschen Standorte in ihrem Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr auf 145,3 Millionen Euro hochgeschraubt. Das entspricht einer Steigerung von satten 27 Prozent und in absoluten Zahlen einem Plus von 30,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich dazu moderat entwickelte sich der Umsatz pro Berufsträger (UBT): Hier legte die Kanzlei trotz hohem Personalwachstum um 6,5 Prozent zu. Mit dem Rekordergebnis steigt Luther nach aktuellen JUVE-Berechnungen in die Top 10 der umsatzstärksten Kanzleien in Deutschland auf.

Allen & Overy

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Allen & Overy eine Nullrunde hingelegt: Mit einem Umsatz von 141,7 Millionen Euro erwirtschaftete die deutsche Praxis der Kanzlei exakt so viel wie im Vorjahr. Zum Ergebnis trugen 202 Full-Time-Equivalents (FTE) bei. Das entspricht zwei FTE weniger als im Vorjahr, weswegen der Umsatz pro Berufsträger (UBT) um ein Prozent auf 701.000 Euro anstieg.

Clifford Chance

Licht und Schatten bei Clifford Chance: Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte die Kanzlei ihre Produktivität erneut um 3,5 Prozent und lag beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) erstmals über der Marke von 700.000 Euro. Gleichzeitig sackte der Umsatz aber zum vierten Mal in Folge ab: Mit 173 Millionen Euro verbuchte Clifford zwei Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr.

Wieder angezogen

Nach dem mageren Umsatzplus von 0,5 Prozent im Vorjahr konnte Linklaters für das zum Mai beendete Geschäftsjahr wieder einen Umsatzsprung vermelden: Um 7,7 Prozent stiegen die Kanzleiumsätze von 192,3 Millionen auf 203 Millionen Euro – bei nahezu gleichbleibender Anzahl von Berufsträgern.

400-Millionen-Euro-Marke geknackt

Auf 405,2 Millionen Euro konnte Freshfields Bruckhaus Deringer im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz der deutschen Standorte steigern. Das entspricht einem Wachstum von zehn Prozent. Auch in Österreich lief das Jahr positiv. Um sechs Prozent stieg der Umsatz hier auf nun 55 Millionen Euro, wobei die Produktivität der österreichischen deutlich höher ausfällt als die der deutschen Standorte.

Der Wille ist da, aber

Jede dritte Rechtsabteilung setzt im Arbeitsalltag bereits künstliche Intelligenz ein oder ist dabei, ein entsprechendes Legal-Tech-Tool auszuprobieren. Jede fünfte Rechtsabteilungen hat sich hingegen bislang kaum oder noch gar nicht mit diesem Thema befasst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des amerikanischen Beratungsunternehmens HBR Consulting, der Antworten von 35 Rechtsabteilungen zugrunde liegen. Die meisten dieser Rechtsabteilungen gehören zu Unternehmen aus der Gruppe der 500 umsatzstärksten Firmen der Welt.

Interview zum Handelsstreit

Vor der Entscheidung der US-Regierung über mögliche Strafzölle gegen die Europäische Union laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Die US-Regierung begründet die Zölle mit der ,nationalen Sicherheit‘, die durch Einfuhr von Stahl und Aluminium auf dem Spiel stehe. Der Brüsseler Sheppard Mullin-Partner Curtis Dombek glaubt, dass das Argument Unsicherheit in die internationale Handelspolitik bringt. Klar ist, dass die US-Regierung mit aller Macht bestehende Gewissheiten im internationalen Handel auf den Prüfstand stellen will – die WTO dürfte der EU nicht weiterhelfen.

Knapp zwei Milliarden Euro Umsatz

Die 50 umsatzstärksten Mittelstandsberater haben im Geschäftsjahr 2017 rund 1,9 Milliarden Euro erlöst. Besonders hohe Umsätze erzielten laut JUVE-Recherche die personalstarken Einheiten, die mehr und mehr auf das Terrain der Großkanzleien vorstoßen. Die Gruppe bleibt weiterhin so divers wie ihre Kernklientel: Von der Kanzlei mit 31 Berufsträgern bis zur Einheit mit mehr als 300 Anwälten ist alles dabei.

Trotz Umsatzrekorden

2016/17 musste man die Kanzleien mit der Lupe suchen, die ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert hatten. An den Stundenvorgaben, die die Kanzleien ihren Associates machen, lag das aber offenbar nicht: Die durchschnittliche Zahl der geforderten Billable Hours ist laut azur-Associate-Umfrage zuletzt leicht gesunken. Sie lag 2017 bei 1.646 Stunden im Jahr, marginal weniger als 2016 (1.657 Stunden).

Steuerumsätze

Fast 2,5 Milliarden Euro erwirtschafteten die 20 stärksten Steuerberatungseinheiten insgesamt im vergangenen Geschäftsjahr. Großkanzleien sind dabei – wenig überraschend – die mit Abstand produktivsten Einheiten. Das spiegelt sich auch im Umsatz pro Mitarbeiter wider. PwC ist dem Spitzentrio allerdings dicht auf den Fersen. Das zeigt die exklusiv von JUVE recherchierte Aufstellung der 20 umsatzstärksten deutschen Steuerberatungseinheiten.

Rekordumsatz

Nach einer Nullrunde im Vorjahr hat Noerr im Geschäftsjahr 2017 einen Rekordumsatz erzielt: Die Kanzlei erwirtschaftete in Deutschland erstmals mehr als 200 Millionen Euro und überholt damit Gleiss Lutz. Mit ihren sechs deutschen Standorten setzte Noerr bis Jahresende 203,4 Millionen Euro um – rund sieben Prozent mehr als im Geschäftsjahr 2016. „Signifikante Gewinne in der Compliance- und Organberatung“ seien der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Zudem scheint sich das im April eröffnete Büro in Hamburg finanziell zu rentieren.