Kanzleiumsätze

Umsatz 2020

Mit einem kleinen Minus von 1,05 Prozent schließt Clifford Chance das abgelaufene Geschäftsjahr ab. In Deutschland erreichte die Kanzlei einen Umsatz von 188 Millionen Euro, also 2 Millionen weniger als 2019/2020, was das beste Jahr seit Langem gewesen ist. Die Produktivität sank ebenfalls leicht.

Mittelstandsberater

In der Summe haben die 50 umsatzstärksten Mittelstandsberater 2020 über 2,3 Milliarden Euro erwirtschaftet – trotz Corona immer noch fast so viel wie im Rekordjahr 2019. Das ist umso bemerkenswerter, da das Ende vieler Mandate rund um den Dieselskandal Spuren hinterließ: Bei rund einem Viertel der Sozietäten sank der Umsatz, ein Drittel schrumpfte auch personell.

Kommentar

Wo ist das Problem, werden sich manche fragen. Vor einigen Wochen meldeten Großkanzleien wie Hogan Lovells oder Gleiss Lutz hervorragende Umsätze für 2020. Nun liegen die Zahlen für die 50 umsatzstärksten Kanzleien im Mittelstandsgeschäft vor und auch hier zeigt sich: Für breit aufgestellte Rechtsberater gibt es keine Corona-Krise, im Gegenteil.

Umsatz 2020

Nach einer Wachstumspause 2019 ist Noerr zurück auf Kurs: Mit einem Plus von 9,3 Prozent stieg der Umsatz der deutschen Büros auf 253 Millionen Euro. Auch bei der Produktivität legte Noerr deutlich zu.

Kommentar

Rekorde, Rekorde, Rekorde – in den vergangenen Wochen haben zahlreiche Kanzleien ihre Umsatzzahlen aus 2020 veröffentlicht. Mehr Umsatz, mehr Produktivität, mehr Gewinn verbuchten fast alle, ob US-Einheit oder deutsche Großkanzlei. Jetzt ist die Frage, wie nachhaltig das Produktivitätsvirus wirkt.

Umsatz 2020

Im Corona-Jahr 2020 hat Latham & Watkins beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) eine symbolträchtige Schwelle überschritten: Erstmals stieg diese wichtige Kennzahl für die Produktivität auf über eine Million Euro. Das war bisher nur einem sehr übersichtlichen Club hochspezialisierter kleinerer Praxen gelungen. Die Entwicklung der deutschen Praxis fügt sich in ein extrem starkes Jahr der Gesamtkanzlei. Erstmals überstieg der Latham-Umsatz weltweit 4 Milliarden Dollar.

Umsatz 2020

Mit dem Umsatzwachstum im vergangenen Geschäftsjahr übertrifft CMS Hasche Sigle noch einmal die Rekordjahre 2017 und 2019: Trotz Pandemie steigerte die Kanzlei ihren Umsatz 2020 um 32,6 Millionen auf insgesamt 376,2 Millionen Euro. Das sind 9,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Umsatz 2020

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat 2020 leicht an Umsatz verloren. Entscheidend dafür war das absehbare Ende des Diesel-Großprojekts, das der Kanzlei zuletzt zu Umsatzrekorden verhalf. Weil andere Bereiche im Corona-Jahr allerdings deutlich zulegten, fiel der Rückgang um 2,5 Prozent auf 189,9 Millionen Euro insgesamt allerdings annehmbar aus.

Neue Bestmarken

Umsatzstärker und produktiver: Das waren die Ziele, die sich die New Yorker Kanzlei vor etwa fünf Jahren aufgab. Gerade in Deutschland kann sich der wirtschaftliche Erfolg der Kanzlei seither sehen lassen. Um etwa zwölf Prozent stieg der Umsatz 2020 auf 182 Millionen Euro. Und auch die Produktivität erreicht nach zehn Jahren Steigerung nochmals eine neue Bestmarke.

Trotz Corona

Gleiss Lutz hat auch im zurückliegenden Jahr einen deutlichen Umsatzsprung geschafft. An ihren sieben Standorten setzte sie insgesamt 10 Millionen Euro mehr um als im Vorjahr, was einem Plus von 4,6 Prozent entspricht. Auch die Produktivität der Kanzlei stieg deutlich an.

Kartellrecht und Digitalisierung

Sind Internetgiganten wie Google und Facebook zu mächtig, um sie mit den Mitteln des klassischen Kartellrechts zu zähmen? Mit dem neuen Kartellgesetz, der 10. GWB-Novelle, wagt der deutsche Gesetzgeber einen weltweit viel beachteten Sprung: Der neue Paragraf 19a erlaubt es dem Amt, Digitalkonzernen mehr Vorschriften zu machen. Es kann ihnen etwa die Bevorzugung eigener Dienste verbieten oder die Herausgabe von Daten erzwingen. Sind die Neuerungen überfällig? Oder gehen sie zu weit? JUVE bat drei Top-Kartellrechtler um eine Einschätzung.